Ein Dieselpartikelfilter (DPF) fängt die Rußpartikel im Dieselabgas auf, bevor sie in die Luft gelangen. Anders als ein Katalysator, durch den die Gase einfach hindurchströmen, ist ein DPF ein echter Filter: Seine Wabenkanäle sind abwechselnd an einem Ende verschlossen, sodass das Abgas durch die porösen Kanalwände strömen muss. Das Gas kommt hindurch; der Ruß ist zu groß und bleibt im Filter zurück.
Mit der Abgasnorm Euro 5 wurde der DPF bei Diesel-Pkw praktisch zum Standard – fast jeder Diesel, der ab etwa 2009 zugelassen wurde, hat einen, viele ältere ebenfalls. Das Gegenstück für Benziner, der Ottopartikelfilter (OPF, auch GPF genannt), findet sich aus demselben Grund inzwischen in neueren Benzinern.
Regeneration: wie sich ein DPF selbst leert
Ein Filter, der nur Ruß sammelt, wäre innerhalb weniger Wochen verstopft. Stattdessen verbrennt das Fahrzeug den gesammelten Ruß regelmäßig bei hoher Temperatur zu einer kleinen Menge Asche – diesen Vorgang nennt man Regeneration. Bei einem gesunden Fahrzeug geschieht das etwa alle 500 km, wobei das je nach Fahrzeug und Fahrweise stark schwankt. Es gibt drei Arten:
Passive Regeneration
Bei einer längeren gleichmäßigen Fahrt – typischerweise auf der Autobahn – wird das Abgas heiß genug, dass der Ruß von selbst verbrennt. Kein Eingriff nötig, und Sie merken davon nichts.
Aktive Regeneration
Die meisten Fahrzeuge fahren nicht lange genug am Stück. Ist der Filter zu etwa 45 % gefüllt, greift deshalb das Motorsteuergerät ein: Es verändert die Einspritzung, um die Abgastemperatur zu erhöhen und den Ruß gezielt zu verbrennen. Sind Ihre Fahrten kurz und von Stop-and-go geprägt, wird eine aktive Regeneration womöglich immer wieder abgebrochen, bevor sie fertig ist – so setzen sich DPF bei Stadtfahrzeugen nach und nach zu. Dann leuchtet die DPF-Warnleuchte auf und bittet um Ihre Mithilfe: Eine längere Fahrt – meist 10 bis 25 Minuten mit mindestens etwa 65 km/h, nach den Hinweisen Ihrer Betriebsanleitung – lässt die Regeneration in der Regel zu Ende laufen, und die Leuchte erlischt.
Erzwungene Regeneration
Werden die Warnungen ignoriert und steigt die Rußbeladung auf etwa 75 %, löst Fahren allein keine Regeneration mehr aus – eine Werkstatt muss ein Diagnosegerät anschließen und sie einleiten. Ab etwa 95 % Füllung schaltet das Steuergerät das Fahrzeug in der Regel ins Notlaufprogramm, um den Motor zu schützen; dann lässt sich der Filter meist nicht mehr retten und muss ersetzt werden.
Systeme mit Additiv
Manche Fahrzeuge (darunter viele Modelle von Peugeot, Citroën und Ford) verwenden ein Kraftstoffadditiv, das automatisch aus einem Behälter nahe dem Kraftstofftank zudosiert wird, damit der Ruß bei niedrigeren Temperaturen verbrennt. Ist das Additiv aufgebraucht, funktioniert die Regeneration unbemerkt nicht mehr – einer von mehreren Gründen, warum ein DPF ohne eigenes Verschulden verstopfen kann. Unser Ratgeber DPF verstopft? Diese Ursachen vor dem Austausch beheben enthält die vollständige Liste.
Wenn Ihr DPF ausgefallen ist
Ein verstopfter DPF ist fast immer das Symptom von etwas anderem – einem Fehler am Fahrzeug oder einem Fahrprofil, das die Regeneration verhindert hat. Finden und beheben Sie zuerst die Ursache und ersetzen Sie dann den Filter; sonst verstopft auch der neue, oft schon nach wenigen hundert Kilometern. Das passende Ersatzteil finden Sie mit unserer Teilesuche oder in unserem DPF-Sortiment – viele unserer DPF gibt es auch als Premium-Variante aus Siliziumkarbid mit längerer Garantie (Endung „P“ – siehe Teilenummern von BM Catalysts erklärt).
Teil finden: Sehen Sie sich DPF, kombinierte Einheiten aus Katalysator und DPF und DPF-Druckleitungen an, oder gehen Sie direkt zu Ihrem Fahrzeug: DPF für den Ford Kuga, DPF für den Nissan Qashqai, DPF für den Audi A3, DPF für den Mercedes Sprinter oder alle Fahrzeuge.